Back to School!

Teaser Bild Warum lokale Missstände globale Folgen haben

Projektbeschreibung

Man könnte sagen, dass das Leben in fernen Ländern keinen Einfluss auf das eigene Leben hat. Man könnte es Schicksal nennen, wann und wohin man geboren wird. Mit den Gedanken „zum Glück bin ich hier und nicht dort geboren, die hatten eben Pech, das Leben ist halt nicht immer fair, diese Probleme berühren mich nicht“ könnte man die Augen vor dem verschießen was sonst auf der Welt passiert. Doch so einfach ist das nicht.

Lebensstandard und Bildungschancen korrelieren miteinander.


Je weniger die Eltern verdienen, desto seltener besuchen deren Kinder eine weiterführende allgemeinbildende höhere Schule. Dies wurde in einer Studie festgestellt und zeigt sich in Zahlen sowohl in Österreich als auch auf den Philippinen: Nur etwa 69% der philippinischen Grundschüler aus den ärmsten Familien wechseln auf eine weiterführende Schule, bei den reichsten Familien sind es 94%.

Der Wohlstand einer Nation beginnt im Klassenzimmer

Wenn in einem Land wie den Philippinen nur 68,2 Prozent die sechsjährige Grundschule beenden, hat dies nicht nur Einfluss auf den Lebensstandard von einzelne, sondern für die ganze Volkswirtschaft.
Die OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2016" zeigt interessante Ergebnisse: Ein höherer Bildungsstand hat nicht nur Einfluss auf das Einkommen, sondern auch auf die Gesundheit. In einer Umfrage gaben 23% der Pflichtschulabgänger an, mit gesundheitlichen Einschränkungen zu kämpfen – im Vergleich dazu liegt die Quote bei Hochschulabsolventen bei 10%. Je weniger höher-qualifiziert die Bevölkerung in einem Land ist desto höher sind demnach auch die Ausgaben für das Gesundheitswesen.
Dass mangelnde Bildung zu mehr niedrig qualifizierten Berufsanwärtern führt, ist nichts Neues. Jobs mit niedrigen Qualifikationsanforderungen lassen die gesamte Produktivität und somit das Einkommen eines ganzen Landes sinken. Wer weniger gut gebildet ist, hat laut OECD-Studie, auch ein höheres Risiko, arbeitslos zu werden:
Dies zeigen auch die Zahlen einer OECD Studie: in Österreich etwa lag die Erwerbslosenquote bei Personen die höchstens einen Pflichtschulabschluss hatten bei 19,1 Prozent (OECD Schnitt 17,4), bei Hochschulabschlüssen nur mehr bei 4,1 Prozent (OECD Schnitt 6,9).
Je mehr Menschen mit geringem Bildungsstand, desto höher also die Arbeitslosenquote. Wenn es keine oder nicht ausreichend staatliche Unterstützung gibt ist der Schritt in die Armut nicht weit. Unterstützungsleistungen für Arbeitslose kosten dem Staat viel Geld, dies könnte in andere Projekte fließen. Zudem sinken die Kaufkraft und die Wirtschaftsleistung, was wiederum zur Folge hat, dass es weniger Arbeitsplätze gibt.

Lokale Probleme, globale Auswirkungen

Viele, die in der Arbeitslosigkeit gefangen sind finden für dich nur noch in der Kriminalität einen Ausweg um ihr Leben bestreiten zu können. Das bekommen dann alle zu spüren: in manchen Ländern reist man nur mit einem mulmigen Gefühl im Bauch, an manchen Stränden will man sich lieber nicht zu weit von seinem Hab und Gut entfernen, anderorts bleibt man lieber im Club hinter sicheren Mauern und gewisse Regionen meidet man lieber gleich ganz.
Je größer die Schere zwischen Arm und Reich oder zwischen Armen und Reichen Ländern ist, umso größer werden die Spannungen auf der Welt. Das beeinflusst dann nicht mehr nur die Sicherheit in der jeweiligen Region, sondern die Sicherheit von allen. Und wenn der Leidensdruck in einem Land endgültig zu groß ist, begeben sich Menschen auf die Flucht - in der Hoffnung in einem anderen Land ein besseres Leben haben zu können.

Wer nichts weiß muss alles glauben.

Ein weiterer Effekt, der nicht zu unterschätzen ist, ist dass die Bevölkerung eines Landes mit steigender Bildung mehr Zugang zu Information hat. Sie müssen nicht alles glauben was ihnen Politiker erzählen und werden mündiger. So können sie ihre Zukunft besser aktiv mitbestimmen.

Chancengleichheit für alle

Um etwas mehr Fairness in die Welt zu bringen und benachteiligten Kindern die Chance auf eine Ausbildung zu geben, wurde die Child & Family Foundation  ins Leben gerufen. Auf den Philippinen betreut die CFF zum Beispiel ein Kooperationsprojekt an der San Roque Elementary School. Durch die Renovierung des Gebäudes soll die Unterrichts- und Lebensqualität deutlich verbessert werden. Ein Ernährungsprogamm, ein Hygieneprogramm sowie der biologische Schulgarten sollen dazu beitragen, die Ernährungssituation und Lebensqualität der Schüler zu verbessern.

Glück ist teilbar – und das ohne dass es weniger wird

Schon Albert Schweitzer sagte „Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt“. Oft sehen und schätzen wir nicht, was für Glück man selbst eigentlich hat. Mit diesem Glück haben wir aber auch die Möglichkeit, denen zu helfen, die in weniger glückliche Umstände geboren wurden.
Hier kannst du helfen!

Projektziele

Perspektiven schaffen und Lebensqualität durch die Förderung von Bildung verbessern

Projekttitel

Warum lokale Missstände globale Folgen haben

Projektort

Weltweit

Projektzeitraum

Seit 2008